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Lavabit-Gründer droht Anklage

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Weil er sich weigert, sich in der NSA-Affäre um Edward Snowden auf die Seite der Regierung zu schlagen, droht dem Lavabit-Gründer Ladar Levison eine Haftstrafe.
„Für diese Handlung könnte ich verhaftet werden“, so der Gründer des verschlüsselten E-Mail-Dienstes kürzlich gegenüber dem US-Sender NBC. Grund für seine Aussage war der Beschluss zur Herausgabe von Nutzerdaten, dem Levison nicht Folge geleistet hat. Nun wurde dem Unternehmer Sprechverbot zu dem Fall erteilt. Wie NBC News jedoch aus juristischen Kreisen erfahren haben will, hat der Lavabit-Chef Post von der US-Staatsanwaltschaft in Alexandria, Virginia, erhalten. Ihm wird die Verletzung eines Gerichtsbeschlusses vorgeworfen. Offenbar hatte Edward Snowden Lavabit verwendet, gab er seine Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! doch auf dem Moskauer Flughafen an.

Levison sieht in seinem Sprechverbot sowie der Überwachung der Mails seiner Nutzer eine eindeutige Verletzung der Rechte aus dem 1. und 4. Zusatzartikel der amerikanischen Verfassung. Gegen den Gerichtsbeschluss habe er bereits Berufung eingelegt.

Ladar Levison hat seinen E-Mail-Provider kürzlich vom Netz genommen, um seine Firma nicht zum Komplizen des US-Geheimdienstes zu machen und dadurch ein Verbrechen an der amerikanischen Bevölkerung zu begehen.